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„Es swingt so schön“ – „Swinging Daddies“ bei der Dorflinde.
Mit viel Spaß am Jazz spielte sich die Band auch am Samstag beim Konzert der Dorflinde quer durch die Stile des frühen Jazz. Mit beeindruckenden Soli überzeugten die sechs Musiker immer wieder. Die Band zeigte für einen Zusammenschluß von nichtprofessionellen Musikern ein beeindruckendes Niveau.
„Überraschung als einzige Konstante“
Sie nennen sich „Swinging Daddies“. Und der Name hält, was er verspricht: Das Sextett der ambitionierten Vollblut-Jazzer brachte am Samstagabend den Museumskeller wahrhaftig zum swingen. Fern von den bis aufs I-Tüpfelchen durchkomponierten Arrangements lebt die Musik der „Daddies“ von waghalsigen Improvisationen und einer unvergleichlichen Spielfreude.
„Väter mit Vollblut-Virtuosen“
Im festlich geschmückten Kaisersaal ließen sich gut 230 Besucher begeistern von dem urwüchsigen Klang der Band, die vor allem wegen ihrer Spielfreude berühmt-berüchtigt ist. Und um es vorweg zu nehmen: Die „Swinging Daddies“ blieben auch diesmal nichts schuldig. Beim fünften Gig im Rahmen der „Königstädter Hofkonzerte“ hatten die „Swinging Daddies“ zwei ganz besondere Gäste mitgebracht. Da wäre zum einen die Niederländerin Joske Kruijssen, die als Sängerin brillierte. Und zum anderen niemand geringeres als der Vibraphonist Fritz Hartschuh, jener Jazz-Methusalem, der seit mehr als einem halben Jahrhundert dem Jazz verfallen ist.
„So ein Fest, so eine Musik bei der Dorflinde“ – „Swinging Daddies“ im Festungskeller.
Am Samstag genügte der Weg in den Festungskeller, um richtig schönen Jazz genießen zu können. Klar, da sind keine Berufsmusiker am Werk. Aber die „Swinging Daddies“ kompensieren jenes letzte Quentchen an Perfektion, das vielleicht fehlt, durch ihre Spielfreude. Und das ist für die Zuhörer meist mehr wert als aalglatte und routiniert heruntergespielte Nummern. . . Da ging niemand vorzeitig nach Hause. Er hätte es auch bitter bereut. Denn ganz zum Schluß artete – man hat es geahnt – die Sache in eine richtige Jam-Session aus, bei der das Publikum rhythmisch klatschend sich selbst einbrachte. Welch ein Fest bei der Dorflinde!
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